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Der Bergpark ist welterbe

Seit Sonntag, 23.06.2013 ist es soweit: Der Bergpark und die Wasserspiele sind UNESCO Weltkulturerbe.

Der Bergpark Wilhelmshöhe ist die 38. Welterbestätte in Deutschland und gehört damit nun zum universellen Kulturerbe der Menschheit. Das Welterbekomitee der UNESCO hat den Herkules und die Wasserspiele im Bergpark bei seiner Sitzung am 23. Juni 2013 in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh in die Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt aufgenommen.

Das Komitee würdigte die Stätte als einzigartige Kulturlandschaft: Die Wasserkünste des Parks seien ein außergewöhnliches und einmaliges Beispiel monumentaler Wasserbaukunst des europäischen Absolutismus. Ohne Zweifel sei die Herkulesfigur technisch und künstlerisch die anspruchsvollste Großskulptur der Frühen Neuzeit. An keinem anderen Ort der Welt sei jemals eine am Hang gelegene Parkarchitektur mit vergleichbaren Ausmaßen und einer technisch so vollkommenen Wasserarchitektur ausgestattet worden, wie in Kassel seit 1691 unter Landgraf Karl. (Quelle: MHK)

 

Der Antrag

Höher, schneller, weiter – das waren die Maßstäbe der Bauherren, die die Wasserspiele und den Bergpark Wilhelmshöhe gestalteten. Der Antrag, der von einem Expertenteam erarbeitet wurde, setzt auf die einmalige Verbindung von Technik, Natur und Kultur in der Kasseler Gartenanlage. Dabei spielt die topografische Lage des Parks eine bedeutende Rolle. Durch deren geniale Ausnutzung kommt zum einen den Wasserspielen eine beeindruckende Monumentalität zu.

Zum anderen verhilft sie dem Herkules als weithin sichtbare Landmarke zu einer landschafts- und städtebaulich ordnenden Kraft, die ganze Herrschergenerationen des Hauses Hessen Kassel beeindruckte und immer wieder dazu verleitete, das von Landgraf Karl auserwählte Park- und Waldgebiet zu dem Hauptrepräsentationspunkt der eigenen Macht zu machen, es selbst gestalterisch zu prägen, auszubauen und zu pflegen. Hervorzuheben sind auch die technischen Innovationen am Hofe der Kasseler Fürsten, die für das damals wie heute sensationelle Wassertheater gebraucht wurden, ebenso wie die kunstfertige Statue des Herkules, die vor 300 Jahren qualitätsvollste aus Kupfer getriebenen Groß-Skulptur der Welt.

Was hier kurz zusammengefasst ist, führt der Welterbeantrag auf 500 Seiten detailliert aus. Die Erarbeitung und Abstimmung erfolgte in dreijähriger Arbeit in regelmäßigen Treffen mit Fachleuten, Mitarbeitern des Landes Hessen und der Stadt Kassel unter der Federführung des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen. (Quelle: MHK)

 

 

Sonderveröffentlichung

Anlässlich der Ernennung zum Weltkulturerbe hat die WELT AM SONNTAG ein Spezial "Kassels Weltkulturerbe" veröffentlicht.

Kassels Weltkulturerbe (pdf | 2.76 MB)

 

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