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Raumskulptur

Per Kirkeby, documenta 9, 1992

An das Ende der documenta-Halle schließt sich die Raumskulptur von Per Kirkeby. Der Künstler hat in den 1960er Jahren Geologie studiert und begann anschließend zu malen und zu schreiben. 1966 entstanden erste Arbeiten aus Backstein. Seine Skulpturen sind als Plastiken zu verstehen, da sie in ihrer Form geometrisch reduziert sind und immer im Zusammenhang mit ihrer Umgebung gesehen werden müssen.

Der strenge, klare Bau steht mit den schwungvollen Kurven und Bögen der documenta-Halle in Kontrast. Per Kirkebys Skulptur erinnert an ein Mäandermotiv. Von außen wirkt die Arbeit sehr kompakt, doch wenn man hindurch geht, öffnet sich die Skulptur von weitem wie ein Haus. Der Gegensatz von geschlossenen und transparenten Körper- und Raumverhalten wird in dieser Arbeit verbunden.

Beim Hindurchgehen verliert man die Empfindung zwischen innen und außen und trotz ihrer Solidität wirkt sie transparent und weist einfache Formen auf. Die Skulptur soll auf ein elementares Problem der bildnerischen Gestaltung aufmerksam machen: der Präsentation gebauter Kunstwerke, die als Raumplastik gedacht sind, von ihrer Struktur jedoch eher an Bauwerke erinnern.

Die Raumskulptur ist 8 m hoch und wurde in Zusammenarbeit mit Auszubildenden der Lehrbaustelle Kassel gemauert. Es entstand eine Folge von drei Räumen durch 6 x abgewinkeltes Ziegelmauerwerk aus Wasserstrichstein.

 
 

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