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Three to one im AOK Gebäude

Klanginstallation von Max Neuhaus, documenta 9, 1992

Die Klanginstallation „Three to One“ des Künstlers Max Neuhaus entstand 1992 im Rahmen der documenta 9. Die AOK hatte damals nach Ende der Ausstellung zugestimmt, das eigentlich temporäre Kunstwerk dauerhaft im Treppenhaus des denkmalgeschützten Gebäudes am Friedrichsplatz zu beherbergen.

Max Neuhaus - ursprünglich selbst Musiker - ist einer der Pioniere bei der Arbeit mit Klang und Musik in der bildenden Kunst. Dabei verändert er durch Musik und Geräusch einen vorhandenen Raum so, dass eine neue Atmosphäre des jeweiligen Ortes erzeugt wird. Die Klanginstallation im AOK Gebäude ist in diesem Sinne typisch für die Arbeitsweise von Neuhaus. Hier modellierte er den vorhandenen Kontext eines für Kassel typischen 50er-Jahre-Hauses zu einem künstlerischen Raum um, der durch Klang auch in seiner spezifischen architektonischen Qualität und seiner jeweiligen Lichtsituation neu erfahrbar wird.
Das Treppenhaus verbindet die Zentren von drei großen, verglasten Räumen. Jede Etage hat ihren eigenen Ton - drei stille Orte, jeder durch einen Klang gefärbt.

Die Farben dieser drei Tone mischen sich auf unterschiedliche Weise mit den Geräuschen von draußen. Klangbilder von außen durchdringen sie, färben sie um und lassen dann wieder jede in ihrer ursprünglichen Art hervortreten.

Geht man im Treppenhaus zum ersten Mal nach oben, so sind die Unterschiede zwischen den Etagen sehr fein, aber deutlich. Beim Hinabgehen dann verbinden die Erinnerungen des Gehörten die Unterschiede zu einem differenzierten Ganzen. Erleben auch Sie das Kunstwerk „Three to One“ im Gebäude der AOK am Friedrichsplatz. Das Gebäude selbst ist ein Zeugnis der 50er Jahre Architektur.

 
 
 

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