home-icon
de | en

Orangerie

Landgraf Karl (1654-1730) ließ am Ausgangspunkt der barocken Achsen in den Park das Orangerieschloss als Sommerresidenz und Ort für die Überwinterung mediterraner Kübelpflanzen errichten.

1710 wurde das Gebäude seiner Bestimmung übergeben. Auf der Dachbalustrade fanden um die Jahrhundertmitte Skulpturen der antiken Mythologie Platz, zum Teil vom Barockbildhauer Johann Georg Kötschau geschaffen.

Die Nutzung als „exotischer Wintergarten“ behielt man bis zum Beginn des 2. Weltkrieges bei. Während des Krieges wurden weite Teile der Karlsaue zerstört. Das Orangerieschloss brannte gänzlich aus, doch blieb das Marmorbad erhalten. Während die Bundesgartenschau 1955 einen ersten Anstoß für die Neugestaltung der schlossnahen Bereiche gab, dienten 1959 die Ruinen der Orangerie erstmals der documenta II als Kulisse ihrer kargen Inszenierung. Anlässlich der 2. Bundesgartenschau in Kassel 1981 wurde nach dem Wiederaufbau des Schlosses auch das Bowlinggreen westlich der Orangerie dem Barockstil nachempfunden.

Heute wird die Orangerie – neben dem gastronomischen Angebot – zum größten Teil vom Astronomisch-Physikalischen Kabinett mit Planetarium genutzt.

 
 

Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der Nutzung der Seite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.
Einzelheiten entnehmen Sie bitte den DatenschutzbestimmungenOK